nurona :: Kooperation Kreuzbergschule
Quirlig ging es zu, als die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a und 7b der Kreuzbergschule an zwei aufeinanderfolgenden Vormittagen zu Gast im nurona Pflegezentrum Hammermühle waren. Die Besuche bildeten den Auftakt zu weiteren gemeinsamen Projekten und Aktionen. 

 

Beim gemeinschaftlichen Frühstücken wurde sich erstmal kennengelernt und durch die von den Schülern mitgebrachten, selbstgebackenen Kuchen und Muffins auch schnell das Eis gebrochen. Mit Schülern, Mitarbeitern, Lehrern und Bewohnern saßen bis zu vier Generationen an einem Tisch. Die meisten der Jugendlichen sind 2004 geboren, die älteste Bewohnerin 1924. So konnten die jungen Leute beim generationenübergreifenden Austausch einiges über die Unterschiede zwischen dem Leben damals und  heute sowie über den Alltag in der Wohngemeinschaft einer stationären Pflegeeinrichtung lernen.

 

Die Jugendlichen  bekamen beispielsweise gezeigt, wie eine Bewohnerin aus dem Bett mobilisiert oder wie ein Sauerstofftank, ohne den eine der älteren Damen nicht atmen kann, funktioniert und befüllt wird. Viel Spaß hatten Schüler und Bewohner beim gemeinsamen Sitzkreis mit gymnastischen Übungen. Bei der Führung durch das Pflegezentrum wurde über die Riesenwaschmaschine, die Großküche sowie die Infrarotkabine im Wohlfühlbad gestaunt.
 

Es gab viel zu erleben und  viele schöne Momente und Augenblicke. Wenn Urenkelin und  Uroma aufeinander treffen und beide ohne Absprache ein farblich gleich gestreiftes Shirt tragen oder ein Mädchen aus Syrien, dass erst ganz kurze Zeit in Deutschland ist und die Sprache noch lernt, eine Bewohnerin bei der Führung durch das Zentrum liebevoll an die Hand nimmt, bringt das viele Gesichter zum Lächeln.   

 

 

 

„Es ist sehr interessant, die Schüler beim Umgang mit den älteren Menschen auch mal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen“, freut sich Eva-Maria Erath, Fachlehrerin für Soziales an der Kreuzbergschule. Für sie ist es wichtig, dass die Schüler durch den Besuch im Pflegezentrum  einen Einblick in die verschiedenen sozialen Berufe in der Altenpflege bekommen.  Bei Gesprächen  mit Mitarbeitern aus Pflege, Betreuung und  Hauswirtschaft konnten die Schüler ihre mitgebrachten Fragen loswerden und erkennen, dass die Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe ist.

 

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Pflegezentrum geht spannend weiter. Andreas Vierheilig, Fachlehrer für Kunst und Ralf Holthausen, Leiter der sozialen Betreuung bei nurona, haben ein ganz besonderes Projekt für die  Schüler geplant. Unter dem Arbeitstitel „Alte Gesichter mit viel Geschichte“ wurden Porträtfotos verschiedener Bewohner angefertigt, die die Kinder nun als Zeichenvorlage nutzen werden. Geplant ist, die gemalten Bilder nach Fertigstellung im Pflegezentrum auszustellen. „So bekommen die Schüler dann  mal in kleinem Rahmen mit, wie eine Vernissage organisiert und durchgeführt  wird und wenn sie ihre eigenen Werke darin sehen, ist das natürlich ein besonderes Erlebnis“, erklärt Andreas Vierheilig.

 

Die Schüler werden mit ihrer Klassenlehrerin Julia Schmitt für regelmäßige Besuche wieder kommen, zum Spielen, Basteln, Spazieren gehen oder Kreuzworträtsel lösen. Zudem ist eine weitere Informationsveranstaltung zur Berufsorientierung im Pflegezentrum geplant.

 

Den  Schülern gefällt der Kontakt mit den Bewohnern. „Wenn man zuhört, kann man viel von den älteren Menschen lernen“, erklärt eine Schülerin.

 

Ralf Holthausen, Leiter der sozialen Betreuung:

„Wir freuen uns sehr über diese Kooperation. Alt sein ist für die Jugendlichen zwar noch in weiter Ferne, aber Kontaktpunkte zu unseren Bewohner zu bilden und gegenseitigen Austausch und Verständnis zu fördern, ist eine schöne Zielsetzung. Großfamilien werden leider immer weniger, aber bei Besuchen wie diesen, wird wieder ein Gefühl dafür erlebbar.“